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Wenn die andern Leute träumen,
Steh ich unter dunklen Bäumen
Sehr besoffen und erheitert,
Im Empfinden sehr erweitert,
Und es wirkt auf mich die Nacht
Richtig wie von mir gemacht.
Ach, ich bin so gern besoffen!
Lass mich dennoch weiterhoffen,
Einstens zu den andern Frommen
In den Himmel reinzukommen.
Und zur Freude für uns beide,
Lieber Gott, das wär der Hit,
Bring ich uns ein Fläschchen mit.
Mit dem Zaster kam das Laster,
Habe manchen meiner Scheine
Umgesetzt in Bier und Weine,
Und zuweilen in Likör,
Alkohol ist mein Malheur.
Wenn die braven Leute schlafen,
Steh ich zwischen schwarzen Schafen,
Sehr besoffen sind wir alle,
Niemand kriegt uns in die Falle,
Und es wirkt auf mich die Nacht
Richtig wie von mir gemacht.
Ach, ich bin so gern besoffen!
Lass mich dennoch weiterhoffen,
Einstens zu den andern Frommen
In den Himmel reinzukommen.
Und zur Freude für uns beide,
Lieber Gott, das wär der Hit,
Bring ich uns ein Fläschchen mit.
Lass mich, eh‘ sie mich begraben,
Einen Letzten sitzen haben,
Und den Allerletzten oben,
Hast du je ein Glas gehoben,
Lieber Gott, bedenke dann:
Hundsgemein ist jedermann,
Der darauf verzichten kann.
Das denkt der Hund. – Ich denke an die Jahre,
Die ich noch habe, nämlich fünfzehn garantiert.
Und plötzlich seh ich mich zerfallen,
Ich seh mich nach dem Leben krallen,
Ich seh mich strickpullovermäßg etabliert
Im Zimmer bei den Alten, und die Haare,
Die ich noch zählen kann, die fliegen auf
Im Abendwind zum Himmel rauf,
Ich ende schließlich irgendwie versklavt am Fenster hockend
Und wütend gegen alles Lebensschöne bockend.
Da spricht der Hund: «Hör einfach auf zu denken,
Du könntest mir ein Eis mit Sahne schenken!»
Kettenrauchertango
Dem Tode nah als Kettenraucher.
Ich gebe mich dem Rauch
Mit Wonne hin und auch
Von Kringeln eingekettet,
In Düfte eingebettet,
Lass ich in blauen Schwaden
Gedankenbilder baden
Von dir geliebtes Stück,
Du Raucherzwischenglück.
Ich gebe mich dem Rauch
Mit Wonne hin und auch,
Wenn ich in meiner Nähe
Nur Nebelmäuse sehe,
So seh ich in Gedanken
Mich dir entgegenwanken,
Geliebte, ach, von fern,
Umgaukelt mich dein Stern.
Du schönster von den mir bekannten Engeln,
Du Traumstopp zwischen zwei gepafften Stengeln,
Du Fünfminutenseligkeitensüße,
Die ich aus meinem Raucherhimmel grüße,
Wenn ichs vielleicht schon morgen übertreibe
Und mittels Rauchvergiftung mich entleibe,
So schick ich dir von oben blaue Blicke
Und knicke dir von dort aus dann das Herz.
Ich gebe mich dem Rauch
Mit Wonne hin und auch
Von Kringeln eingekettet,
In Düfte eingebettet,
Lass ich in blauen Schwaden
Gedankenbilder baden
Von dir geliebtes Stück,
Du Raucherzwischenglück.
Ich gebe mich dem Rauch
Mit Wonne hin und auch,
Wenn ich in meiner Nähe
Nur Nebelmäuse sehe,
So seh ich in Gedanken
Mich dir entgegenwanken,
Geliebte, ach, von fern,
Umgaukelt mich dein Stern.
Wärst du doch ein Rauchgeschlängel,
Nähm ich dich am Liebesgängel
Und in stetigem Bemühen,
Könnt ich dich auf Lunge ziehen,
Wärst du doch ein Lustgebilde,
Qualmend und aromamilde,
Könntest du für mich erglühen
Und mir um die Nase blühn.
Weils nicht so ist,
Und du es nicht bist,
Lass ich in blauen Schwaden
Gedankenbilder baden
Von dir geliebtes Stück,
Du Raucherzwischenglück,
Lust am Rauch,
Die tut es schließlich auch,
So seh ich in Gedanken,
Mich dir entgegenwanken,
Geliebte, ach, von fern
Umgaukelt mich dein Stern.
